Im Eckhaus Birken- Ecke Lübecker Str. (Birkenstraße 57) wohnten die Brüder Franz und Erich Sass in einer Hinterhauswohnung in der vierten Etage. Sie begannen ihre kriminelle Karriere in den 20er Jahren und wurden schließlich zu berühmten Geldschrank-Knackern. Die Polizei verhaftete sie zwar mehrmals, mangels Beweisen mussten sie aber immer wieder frei gelassen werden. Bedürftigen Moabitern steckten sie Geldscheine in die Briefkästen.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wanderten sie nach Dänemark aus, setzten dort ihre kriminelle Karriere fort und wurden schließlich gefasst. 1938, nach Verbüßung einer 4jährigen Haftstrafe in Dänemark, wurden sie nach Deutschland ausgeliefert. Inzwischen hatte man auch hier Beweise gesammelt, zum Beispiel riss man in der Wohnung die Dielenbretter heraus. Sie wurden dann zu 13 bzw. 11 Jahren Zuchthaus verurteilt. Heinrich Himmler als Chef der Deutschen Polizei intervenierte und ließ sie ins KZ Sachsenhausen überstellen. 1940 wurden sie dort ermordet.

 

Lageplan

Wohnort der Gebrüder Sass

historisches Mietshaus

Krankenhaus Moabit

Kriminal- gericht

Statue von Albert Wolff

Notfriedhof

JVA Moabit

ein Tatort der Gebrüder Sass

Pathologie

das Ulanen-Denkmal

ehem. Frauengefäng- nis

ehem. Zellengefäng- nis

ehem. Gefängnisfried- hof

weiterer Tatort der Gebrüder Sass

Ulap-Gelände

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