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Quasi um die Ecke befindet sich das Kloster San Marco, Wirkungstätte des berühmten und vor allem auch berüchtigten Mönchs Savonarola während seiner Zeit in Florenz.

Er griff barsch die Verschwendungssucht der Kirchenoberen, der Adligen, aber auch des Volkes an in seinen Predigten. Aber nicht nur das: Er kritiserte auch die Errungenschaften des Humanismus und der Renaissance, all dies war in seinen Augen nicht gottgefällig und Ausdruck der Verkommenheit und Verderbtheit.

1490 kam er nach Florenz auf Bitten des Medici-Herrschers Lorenzo, was sich im Nachhinein als Fehler heraus stellte. Massgeblich verantwortlich für die Vertreibung der Medici war der Mönch. er predigte ohne Unterlaß vom nahenden Ende von Florenz, indoktrinierte systematisch Kinder und zog eine Kinderpolizei heran, die als Spitzel dienten und später als junge Erwachsene systematisch Terror ausübten, um Gottes Staat in Florenz zu errichten.

1495 untersagte ihm schliesslich der Papst zu predigen. Er hielt sich nur kurz hieran. Anfang Februar 1497 liefen Scharen Jugendlicher in seinem Auftrag durch die Stadt, um Schmuck, Bücher, Kunstwerke, Musikinstrumente und vieles mehr einzusammeln. Diese wurde auf dem so genannten "Fegefeuer der Eitelkeiten" 1497 und 1498 auf einem Scheiterhaufen verbrannt.

Die Stimmung der Florentiner Bevölkerung indes wandelte sich, 1498 hatten seine Anhänger in den städtischen Wahlen keine Mehrheit mehr. Der Papst drohte der Republik Florenz mit einem Verbot aller gottesdienstlichen Handlungen, wenn man ihn nicht gefangen nehmen würde. Schließlich schleppte ihn eine aufgebrachte Menge aus dem Kloster, durch Folter gestand er seine Verfehlungen. Er wurde zum Tode verurteilt.

Er widerrief sein Geständnis, die Prozessakte wurde dem gewünschten Ergebnis entsprechend gefälscht.

Schließlich wurde er auf der Piazza della Sigoria mit zwei Mitstreitern hingerichtet, genau an der Stelle, auf dem sich Jahre zuvor das "Fegefeuer" befunden hatte.

 

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