Schon seit 1914 ist Wündorf ein Militärstandort. Als 1906 der Truppenübungsplatz Kummersdorf erweitert wurde, zog man ab 1906 Wündorf in die Planungen ein. Ab 1910 entstanden hier diverse Kasernenanlagen und eine Infanterieschule. Der Ausbau wurde durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs forciert. Wünsdorf war Sitz des Hauptquartiers der Reichswehr, so entstanden weitere Bauten, z. B. die Heeressportschule, später "Haus der Offiziere".

Ab 1933 wurde der Standort weiter ausgebaut, im März 1935 zog das Oberkommando der Wehrmacht in die Gebäude. Für Angestellte und Arbeiter wurde die Waldsiedlung gebaut. 1936 trainierte hier die deutsche Mannschaft für die olympischen Spiele.

Am 20. April marschierte die sowjetische Armee ein, Marschall Shukow nahm hier sein Quartier. Wünsdorf bleib Sitz der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, der Bahnhof bekam einen eigenen Bahnsteig für Angehörige der sowjetischen Armee. Ab März 1953 wurde Wünsdorf zur verbotenen Stadt: Wohnungen, die Post, Apotheke u. a. Gebäude wurden geräumt, die B 96 für den Durchgangsverkehr gesperrt, 800 Bewohner umgesiedelt, Wünsdorf wurde zum Sperrgebiet.

Von hier organiserte man 1961 den Bau der Berliner Mauer, am 22. Oktober wurde die sg. "Vereinigte Hauptzentrale 14" gegründet (LUKO), sie garantierte die Luftsicherheit der DDR in Zusammenarbeit mit Offizieren der NVA, ab 1990 mit Offizieren der Bundeswehr für Deutschland bis zum Abzug der Truppen 1994.

Bis zu 75.000 Sowjets lebten hier, es gab zahlreiche sowjetische Einrichtungen wie Schulen Geschäfte usw.

 

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die verbotene Stadt Wünsdorf

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