Eine sehr interessante Parkanlage stellt der Naturpark Schöneberger Südgelände dar. Hier wandelt man auf und zwischen überwuchrten alten Bahngleisen entlang. Der Park befindet sich auf den Überresten eines 1889 errichteten Güterbahnhofs in Tempelhof. Schon 1952 wurden Teile des Geländes still gelegt, da die verantwortliche Reichsbahn der DDR kein Interesse mehr an einem Betrieb hatte. Die Natur eroberte sich das Gelände zurück. Teilweise wurde ein Teil des Geländes als Bahnbetriebswerk genutzt, seit 1983 schließlich nutzte die Reichsbahn auch diesen Teil nicht mehr.

Ende der 70er Jahre überlegte man, an dieser Stelle einen neuen Güterbahnhof zu errichten, der andere im südlichen West-Berlin ersetzen sollte. Eine Vereinbarung zwischen dem Berliner Senat und der Reichsbahn wurde allerdings nicht umgesetzt.

1980 jedoch begann man mit Rodungen, Bürgerinitiativen konnten aber den Nachweis der ökologischen Wertigkeit des Geländes erbringen. Ende der 80er Jahre wurden Pläne für einen neuen Güterbahnhof endgültig aufgegeben. Die Deutsche Bahn übereignete 1995 das Gelände dem Berliner Senat, im Jahr 2000 wurde dann der Naturpark eröffnet.

Der Park befindet sich direkt am S-Bahnhof Priesterweg.

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