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Gedenkorten

 

Vielleicht liegt es daran, dass ich mich zu ausführlich mit der Thematik auseinander gesetzt habe (der erste Wettbewerb wäre fast mein Diplom-Thema geworden, wenn man aus dem ersten Wettbewerb ein Mahnmal realisiert hätte). Viele Gedenkstätten und -orte habe ich bereits gesehen, andere haben mich deutlich mehr angesprochen.

Beispielsweise in Israel in Yad Vashem: Dort steht ein echter Güterwaggon auf Gleisen, die in einem tiefen Abgrund hineinragen oder das Memorial für die ermordeten Kinder. Man betritt einen dunklen Raum, in der Mitte ein paar Kerzen, die durch im Raum sich befindliche Spiegel unzählige Male immer wieder sich spiegeln.

Vom Tonband ertönt eine Stimme, die nur die Namen, das Alter und den Geburtsort der ermordeten Kinder aufzählen.

Auch in Berlin befinden sich ansprechende Mahnmale, beispielsweise das Mahnmal Levetzowstraße in Mitte (Tiergarten). Am ehemaligen Sammelplatz für Deportationen befinden sich auf einem stilisiertem Güterwaggon Menschen in Pakete zusammengeschnürt. Mit Sicherheit kein ansprechendes ästhetisches im Sinn von „schönem“ Mahnmal, aber zumindest eines, das mich emotional berührt.

Einsam soll man sich fühlen, wenn man zwischen den nicht einmal einen Meter breiten Wegen zwischen den Stelen entlang geht ohne jede Möglichkeit, nebeneinander zu laufen. Ruhig soll es werden, da man hinabsteigt.

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